Kriecherpresse: Wir schreiben besseres Deutsch als unsere Kritiker

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von Michael Richter (herzlichen Dank sagt MoshPit)

Spiegel-Online lässt nach dem Rotationsprinzip sieben konformistische Kettenhunde als Kolumnisten kläffen. Vor ein paar Tagen war der große Pionier Jan Fleischhauer am Zug – und erschloss unter dem Titel „Nichts gelernt, und auch noch stolz darauf“ neue Tiefen des Argumentations-Niveaus.

Zu Beginn zitiert Fleischhauer einen spöttischen Leserbrief: „Sie und die Lügenpresse und gekauften ängstlichen Berichterstatter, sind die waren schuldigen für die Misere in Deutschland (…) Gott sei Dank leben wir in einer Demokratie, die auch von einer gleich geschalteten und gesteuerten Presse nicht zu Fall gebracht wurde.“ Im Folgenden geht Fleischhauer jedoch nicht auf den Inhalt ein, sondern hängt sich an den Sprachfehlern des Schreibers auf: „Die deutsche Grammatik ist nicht einfach, das weiß ich. Trotzdem sollte man Kommata nicht wie mit einem Salzstreuer verteilen, wenn man jemanden dafür schilt, dass er als Journalist seinen Beruf verfehlt hat. Das ist so, als ob man einem Fußballspieler vorhält, was für ein Versager er ist, und dann nicht einmal die Abseitsregel kennt. Wenn ich einem Journalisten die Leviten lesen wollte, würde ich mich zum Beispiel bemühen, nicht gleich im ersten Satz mit zwei schweren Rechtschreibfehlern zu beginnen.“

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