Lob der Intoleranz

Jürgen Fritz Blog

Von Jürgen Fritz

„Wo eines Platz nimmt, muß das andre rücken. Wer nicht vertrieben sein will, muß vertreiben.“ – Friedrich Schiller

Poppers Paradoxon der Toleranz

In Zeiten des Tugendkultes der Toleranz viel zu wenig bekannt und vor allem viel zu wenig verinnerlicht ist das Poppersche Paradoxon der Toleranz:

„Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen. (…) Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“ (Karl Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde)

Der Toleranz müssen also, wenn sie sich nicht selbst destruieren will, Grenzen gesetzt werden. Popper hat eine solche Grenze aufgezeigt: die Aufhebung ihrer selbst durch Überdehnung. Doch dies ist nicht die einzige notwendige…

Ursprünglichen Post anzeigen 688 weitere Wörter

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s